Stiftung NAK-Humanitas

Ein ganzes Dorf steht vor dem Nichts

13.06.2025

Das Unglück kündigte sich bereits Tage zuvor an. Die Bevölkerung bangte und hoffte, vergebens. Am 28. Mai 2025 wurde das gesamte Dorf Blatten und der Weiler Ried im Lötschental unter einer gigantischen Lawine aus Eis, Schlamm und Geröll buchstäblich begraben.

Es ist eine Naturkatastrophe historischen Ausmaßes: Das schlimmste Szenario wurde Realität. Bereits Tage zuvor kam es am Kleinen Nesthorn zu Felsabbrüchen. Weitere folgten, sodass am 17. Mai erste Evakuierungen angeordnet wurden. Zwei Tage später mussten schließlich rund 300 Menschen ihre Häuser verlassen, da Experten einen massiven Bergsturz von bis zu fünf Millionen Kubikmetern befürchteten.

Dann, am 28. Mai, donnerte die Lawine ins Tal, zerstörte den Grossteil von Blatten und Ried und hinterliess einen gewaltigen Schuttkegel. Infolge dessen staute sich das Wasser der Lonza und bildete einen See, der auch noch die letzten verbliebenen Häuser überflutete.

Die Menschen von Blatten verloren in einem Moment alles: ihr Zuhause, ihr Hab und Gut, ihre Heimat. Für sie ist mit diesem Bergsturz die Welt buchstäblich zusammengebrochen. Es fehlt an allem, der Schaden ist immens. Zudem wird weiterhin ein Mann vermisst.

Die Solidarität ist überwältigend: Spenden- und Hilfsaktionen wurden sofort gestartet. Die Stiftung NAK-Humanitas hat ebenfalls bereits CHF 30'000.- als Nothilfe bereitgestellt.